GRUPPENSITZUNGEN

Wir Menschen leben in Gruppen, oder beziehen uns auf Gruppen.  Das ist keine Option, das ist das Leben in seiner Vielschichtigkeit und Vielfalt. Doch haben viele von uns im Laufe Ihrer Entwicklung nicht, oder nur minimal gelernt, sich bewusst in Gruppen wohlzufühlen oder sie mitzugestalten. Ich selbst habe auch einmal dazugezählt.

Gerade dieses kreative Einfinden, und darüber hinaus, das eigene Kreieren eines passenden Platzes in der Gruppe war bereits für viele meiner BesucherInnen eine sehr befreiende Erfahrung. Bereits öfters begegnete mir der Satz: “Ich fürchte mich vor Gruppen” von unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Neben dem, dass ich die Angst oder das anfängliche Unbehagen gegenüber einer fremden Gruppe verstehe, war ich aber jedes einzelne Mal sehr bemüht, gerade diese Person in eine meiner Gruppen einzuladen. 

Jene Personen, die zunächst eine anfängliche Distanz zu unseren Gruppentreffen hatten, waren am Ende meiner Erfahrung nach auch stets jene Personen die am meisten profitieren konnten. 

Psychodrama Gruppe - "Wie will ich leben?"

In dieser Gruppe beschäftigen wir uns mit einem folgenreichen Perspektivenwechsel. Wir nutzen unsere miteinander besprochenen und auf der Bühne bearbeiteten Szenen um vom Satz “was soll ich tun” wegzukommen, und die Perspektive “Wie will ich leben” gemeinsam zu erreichen. 

Um was gehts: Das Kennenlernen der eigenen bewussten Rollen steht im Vordergrund. In welchen Rollen bin ich im Großteil des Tages unterwegs? 

Beispiele: Die Versorgende, Der Helfer, Die immer auf die Anderen schauende, Die Problemlöserin 

Erweiterung: Aus unserer gemeinsamen Arbeit werden die persönlichen Bedürfnisse der einzelnen Persönlichkeit sichtbar. Insofern kann es sein, dass “der Helfer” auch derjenige in unserer Gruppe ist, der für sich selbst Hilfe braucht. 

Die gelingende Balance der Rollen, der Bedürfnisse und Ihrer unbewussten Anteile steht im Fokus.